Der Boden ist kein Substrat, sondern ein lebendiges Netz aus Pilzen, Bakterien, Nematoden, Regenwürmern und Mikroarthropoden. Wurzelausscheidungen füttern Mikroben, die im Gegenzug Nährstoffe pflanzenverfügbar machen. Durch stete organische Zufuhr, ruhige Bearbeitung und Vielfalt kommt der Kreislauf in Schwung. Studien zeigen, dass bedeckte Beete Humus schneller aufbauen und Wasser bis zu viermal länger halten als nackte Erdflächen.
Stroh, Laub, Rasenschnitt oder Klee-Mischungen wirken wie eine schützende Decke. Mulch senkt Verdunstung messbar, dämpft Hitze, füttert Bodenorganismen und bremst Beikräuter, ohne die Vielfalt zu schmälern. Lebende Bedeckungen wie Weißklee lockern den Boden, liefern Blüten für Bestäuber und fixieren Nährstoffe. Kombiniert mit punktueller Aussaat entsteht ein sanfter, aber produktiver Teppich, der Pflege vereinfacht und Erträge stabilisiert.
Küchenreste sind keine Last, sondern Energie für den Boden. Wurmkompost liefert stabilen Humus und mikrobielles Leben, Bokashi konserviert Nährstoffe durch Fermentation, klassischer Haufen schafft Struktur. Schon ein kleiner Eimer auf dem Balkon schließt Kreisläufe. Regenwürmer verarbeiten ihr Körpergewicht pro Woche, schaffen Krümelstruktur und verbessern die Durchlüftung. So wächst aus Schalen, Kaffeesatz und Teeblättern ein nährender Motor für gesunde Beete.
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